DER MENSCH
IM MITTELPUNKT

Digitale Transformation – ein Etikettenschwindel?

Die Umstrukturierung der A1Telekom nimmt allem Anschein nach Fahrt auf. Nach den eher konturlosen Äußerungen zur kommenden „Digitalisierung“ werden die Schritte der „Digitalen Transformation“ deutlich konkreter. Nach der Implementierung der flexiblen Arbeitsplätze in der Lassalle, sehen sich unsere MitarbeiterInnen seit einigen Monaten mit einer Neubewertung ihrer Arbeitsplätze, PLUS ihrer fachlichen Kompetenzen konfrontiert!

Über Ziel und Absicht dieser Maßnahmen gibt’s natürlich nur allgemeine Floskeln. Wer sich online[1]auf die Suche nach mehr Informationen macht, erlebt eine Überraschung:

“Die Kundenbeziehung (…) wird (…) noch viel stärker zum kritischen Erfolgsfaktor für ein Unternehmen!“ Und weiter: “Zusammenarbeit, Agilität und Vertrauen sind dabei die Eckpfeiler des Erfolgs. Ein Umfeld schaffen, das Innovation und Kreativität fördert (…) ebenso wie Transparenz bei den Umsetzungsmaßnahmen!“ sagt zumindest ein gewisser Peter Rass.

NOCH – wertes Management – bemerken wir herzlich wenig von diesen neuen Zuständen.

Dafür stellen sich einige Fragen:

  • Gibt’s eigentlich einen Masterplan zur „Digitalen Transformation“?
  • Wenn ja, wann bekommen wir diesen?
  • Wie soll denn diese neue Kundenbeziehung gelebt werden? Unsere Leute vor Ort haben schon jetzt kaum mehr Zeit zum Schnaufen!
  • Wo sind denn die Ergebnisse der „Neubewertung“ und vor allem, welche Schlussfolgerungen werden gezogen – konkret bei Qualifizierung und Weiterbildung unserer MitarbeiterInnen?
  • Oder ist alles nur ein ETIKETTENSCHWINDEL und es geht eigentlich nur darum die „Alten“ und die „Teuren“ loszuwerden?

Die tendenzielle Abwertung von Arbeitsplätzen, welche in der neuen Telekom-Zuordnungsverordnung 2019  vom Unternehmen – trotz heftigem Widerstand seitens der FCG – festgelegt und durchgezogen wurde, zeigt recht eindeutig, wie sich so manche Manager die „digitale Transformation“ vorstellen.

Das als Konsequenz Abwanderung, Rückzug und Demotivation entstehen wird, ist dem TOP-Management wohl hoffentlich bewusst!

Herzlichst Euer

Gottfried Kehrer

[1]https://www.a1.net/BusinessChange/pd/megatrend-1/

FCG WIEN JUGEND

Mit Juli 2019 wurde ein neues Präsidium in der FCG Wien Jugend gewählt. Als Alter/Neuer Vorsitzender wurde Robert György einstimmig gewählt. Ebenfalls ins Präsidium wurde der A1 Mitarbeiter Leonhard Wassiq gewählt.

Laut Statuten zählt man bis zum 30. Lebensjahr zur Jugend. Wenn jemand Interesse hat, dann bitte direkt bei Leon Wassiq (Foto li außen) melden. Bei den diversen Aktivitäten ist sicher für jeden etwas Passendes dabei.

Wir wünschen dem neuen Team viel Erfolg!

Besoldungsreform 2019

Im Nationalrat wurde die 2. Dienstrechts-Novelle 2019 mit überwältigender Mehrheit beschlossen. In deren Rahmen erfolgt eine durch die EuGH-Urteile vom 8. Mai 2019 notwendige Reparatur des Besoldungssystems im Bundesdienst.

Konkret geht es um die Anrechnung von Vordienstzeiten, welche die Kollegen eventuell vor dem 18.Lebensjahr erworben haben.

In schwierigen, aber konstruktiven Gesprächen und Verhandlungen, konnte die Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) ihre Forderungen gegenüber dem Bund mit folgendem Ergebnis durchsetzen.

Die durch das alte System diskriminierten KollegInnen werden entschädigt, und niemand erleidet durch die Besoldungsreform 2019 Verluste in der Lebensverdienstsumme.

Amtswegig erfolgt eine Neufestsetzung des Besoldungsdienstalters (BDA) bei allen Personen,
➢ die sich am Tag der Kundmachung der 2. Dienstrechts-Novelle 2019 im Dienststand befinden und
➢ die im Rahmen der Besoldungsreform 2015 ins neue System übergeleitet wurden und
➢ deren erstmalige Festsetzung des Vorrückungsstichtags unter Ausschluss von Vordienstzeiten vor dem 18. Geburtstag erfolgte.

Wir als FCG fordern, dass „Human Resources“ nun zügig die neue Besoldungsreform im Sinne einer gesetzeskonformen Regelung, bei allen betroffenen MitarbeiterInnen umsetzt.

Herzlichst Euer

Gottfried Kehrer