Der Mensch muss im Mittelpunkt bleiben


Immer weniger Wertschätzung, Personalabbau, wachsender Leistungsdruck, die Fokussierung auf Kennzahlen belasten derzeit das Betriebsklima. Die Verunsicherung reicht bis in die oberen Managementebenen.

In meinen Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen zeigt sich derzeit deutlich: Die Stimmung im Betrieb ist schlecht. Der aktuell stark vorangetriebene Personalabbau hinterlässt seine Spuren. Verunsicherung, steigender Leistungsdruck und Sorgen um die eigene Zukunft prägen den Arbeitsalltag vieler Beschäftigter. Gleichzeitig entsteht zunehmend der Eindruck, dass Wertschätzung im Unternehmen in den Hintergrund rückt.

Bei aller Wichtigkeit der wirtschaftlichen Kennzahlen – aber wenn Personalentscheidungen nur mehr über Zahlen, Daten und Fakten gesteuert werden, entsteht schnell der Eindruck, dass der Mensch hinter der Leistung nicht mehr gesehen wird, von Respekt und Wertschätzung gar nicht zu reden: Es mehren sich die Rückmeldungen, dass die Mitarbeitenden sich eher wie den Teil einer Statistik fühlen als einen wichtigen Bestandteil des Unternehmens.

Auch Führungskräfte stehen spürbar unter Druck. Es wird deutlich, dass manche Hemmungen haben, kritische Entwicklungen oder unangenehme Zahlen offen nach oben zu kommunizieren.

Dazu kommt das Bestreben der Unternehmensleitung nach immer detaillierteren Leistungskennzahlen der Mitarbeitenden. Ziel scheint es zu sein, möglichst viele KPIs direkt einsehen zu können, um Aussagen aus den Führungsebenen überprüfen zu können. Von vielen wird dies als Schritt in Richtung des „gläsernen Mitarbeiters“ wahrgenommen.

Transparenz und Steuerung über Kennzahlen sind wichtige Entscheidungskriterien. Entscheidend ist jedoch die richtige Balance zwischen Kontrolle und Vertrauen. Eine Kultur, die stark auf Überwachung und permanente Messbarkeit setzt, erzeugt langfristig Misstrauen und zusätzlichen Druck – und schwächt damit Motivation und Engagement!

Unsere FCG- Zukunftsschwerpunkte

  • Der Mensch steht im Mittelpunkt:
    Menschen, Mitarbeiter:innen erwirtschaften den Unternehmenserfolg – nicht Kennzahlen.
  • Sichtbare Anerkennung im Arbeitsalltag:
    Leistungen und Engagement der Beschäftigten sollten für alle deutlich wertgeschätzt werden.
  • Offene Kommunikation schafft Vertrauen:
    Ehrlicher Dialog zwischen Mitarbeitenden, Führungskräften und Unternehmensleitung statt Direktiven von oben und inszenierte „Roadshows“.
  • Transparente Veränderungen:
    Entscheidungen und Entwicklungen nachvollziehbar kommunizieren und gemeinsam umsetzen.
  • Personalvertretung auf Augenhöhe:
    Wir setzen auf Respekt, Dialogbereitschaft und Bereitschaft zu Veränderungen.